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Schouml;ner Südwesten

letzte Aktualisierung: 04.03.2010

Der Wald im Südwesten


Nach oben Bannwälder

Bannwald – ein Begriff, der möglicherweise andere Assoziationen auslöst als der für die Bannwälder ebenfalls gern verwendete Slogan „Urwälder von morgen“. Bannwälder gab es schon bevor das Landeswaldgesetz den naturschützerischen Aspekt hervorhob. Bannwälder früherer Zeiten verbannten tatsächlich den Menschen oder zumindest das „einfache Volk“ aus bestimmten Gebieten, die einzig der herrschaftlichen Jagdausübung dienten.

Bannwald bedeutet in Baden-Württemberg heute etwas anderes. Zwar wird der Mensch als Besucher nicht verbannt, als beeinflussender Faktor aber schon. Die forstliche Bewirtschaftung ruht. Bannwälder sind sogenannte Totalreservate (1). Eingriffe dürfen nur dann vorgenommen werden, wenn sich aus dem Bannwald heraus eine Gefährdung umliegender Wirtschaftswälder ergeben könnte. Ansonsten bleibt der Wald sich selbst überlassen. Mit einer Ausnahme allerdings - der Jagd. Sie wird auch im Bannwald ausgeübt. Man will damit vermeiden, das Bannwälder vom Wild als Ruhezonen betrachtet werden, von dem aus sie einen erhöhten Verbissdruck auf die angrenzenden Wälder ausüben.

In anderen Bundesländern wird für die gleiche Aufgabe der vielleicht treffendere Begriff Naturwaldzelle oder Naturwaldreservat verwendet. Einprägsam ist der Begriff Bannwald aber allemal.

Zwei wesentliche Aufgaben hat ein Bannwald dabei zu erfüllen. Zum einen können in diesen "Freilandlaboratorien" die Prozesse einer dynamischen vom Menschen unbeeinflußten Waldenentwicklung erforscht werden. Man erhofft sich aus der Beobachtung der Waldentwicklung Erkenntnisse, die auch auf die bewirtschafteten Wälder angewendet werden können. Aus diesem Grund werden Bannwälder von der in Freiburg ansässigen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (2) betreut.

Zum anderen stellen die "Urwälder von Morgen" Refugien für viele Tier- und Pflanzenarten dar und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.

Die Landesforstverwaltung hat ein spezielles Waldschutzgebietprogramm (3) entworfen. Das Programm sieht vor, das 1% der Waldfläche Baden-Württembergs als Bannwald ausgewiesen werden sollen, das entspricht ungefähr 13.500 Hektar. Die Auswahl soll alle Standorte und Wuchsregionen repräsentieren. Angestrebt wird eine Größe von 100 - 200 Hektar.

Nach oben Urwälder von Morgen

Warum Urwälder von morgen? Wie lange dauert es bis ein als Bannwald ausgewiesener Wald wieder ein „Urwald“ ist?

Von Bannwald zu Bannwald ist die Ausgangssituation eine andere. Bannwälder wie der Bannwald Nägelesfelsen bei Bad Urach stocken auf forstwirtschaftlich wenig interessanten Flächen. Trockene und steile Hänge, die eine geringe Ertragskraft haben und schlecht zu bewirtschaften sind, haben auch schon vor ihrer Ausweisung zum Bannwald lange keine Säge mehr gesehen. Ähnliches gilt für moorige oder stark verblockte Flächen. Sie konnten sich relativ unbeeinflußt vom Menschen entwickeln. Möglicherweise waren die Standorte so wenig interessant, dass sie auch nicht künstlich verjüngt wurden und deswegen keine gebietsfremden Baumarten eingebracht wurden. Diese Flächen waren bei ihrer Ausweisung bereits sehr naturnah.
In solchen Flächen auf die Bewirtschaftung und damit auf den Ertrag aus dem Holzverkauf zu verzichten, tut der Forstverwaltung nicht weh. Eine Vielzahl an Bannwäldern wurde aufgrund dieser Logik ausgewiesen.

Es gibt aber auch andere Beispiele. Der Bannwald Steinhäusle bei Kaisersbach im Schwäbisch Fränkischen Wald könnte problemlos Gewinn erwirtschaften. Man erkennt heute noch an seiner Zusammensetzung und Struktur, das er vormals bewirtschaftet war. Die Ausgangssituation ist bei diesen Wäldern also eine ganz andere. Neben gebietsfremden Baumarten haben solche Forste eine typische Altersklassenstruktur.

Nach oben Vom Forst zum Urwald

Wirtschaftswälder haben in der Regel einen homogenen Aufbau. In Struktur und Alter sind sie nur geringfügig differenziert. Damit sich ein Forst zum Urwald entwickelt, bedarf es eines sehr langen Zeitraums.

Das Alter, das ein natürlicher Wald erreichen kann und das Alter in dem ein Bestand spätestens forstlich genutzt wird, liegt weit auseinander. Schauen wir uns beispielsweise einen Buchenbestand an. Ab ca. 100 Jahren wird i.d.R. eine Hiebsruhe eingeleitet, das heißt, es erfolgen keine Durchforstungen mehr. Je nach Standort erreicht ein Buchenforst im Alter zwischen 140 – 160 Jahren seine Hiebsreife. Buchen können allerdings ein Alter von 300 Jahren erreichen. Wurde beispielsweise ein Buchenbestand im Alter 60 zum Bannwald erklärt, dann wird sich in diesem Bestand sofern keine Kalamitäten wie Sturmwurf auftreten über Jahrzehnte wenig ändern. Der Wald ist in dieser Phase stabil. Die Alterungsphase ist noch weit weg.

Noch stärker fällt die Differenz zwischen wirtschaftlichen Maximalalter und möglichen biologischen Alter bei der Fichte aus. Im Alter zwischen 100 – 120 Jahren erfolgt im Wirtschaftswald die endgültige Nutzung. Eine Fichte kann aber bis zu 600 Jahre alt werden.

Das der sich verjüngende Wald dem Wald entspräche, wie er von Natur aus an dieser Stelle vorkommen würde, davon kann man nicht zwingend ausgehen. Am Beispiel der Fichte noch näher erläutert werden wird.

Die Entwicklung hin zu wirklichem Urwaldcharakter bzw. größerer Naturnähe kann durch das Auftreten von Katastrophen deutlich beschleunigt werden. In den letzten 20 Jahren gab es zwei Ereignisse, die auf die Waldbestände im Land katastrophale Auswirkungen hatten: die Stürme Vivian und Wiebke 1990 und Lothar, Weihnachten 1999. In Folge von Wiebke wurde beispielsweise der Sturmwurfbannwald „Teufelsries“ im Mittleren Schwarzwald ausgewiesen. Die Sukzession hat hier freie Hand.

Nach oben Alter der Bannwälder

Der älteste Bannwald in Baden Württemberg überhaupt ist der Bannwald „Wilder See – Hornisgrinde“, ausgewiesen 1911. In den folgenden 26 Jahren kamen eine Handvoll Bannwälder hinzu. 1924 wurde das Gebiet rund um den Nägelesfelsen bei Bad Urach als Bannwald ausgewiesen, 1928 der weithin bekannte Bannwald „Wildseemoor“ am Kaltenbronn. Bis 1970 passierte dann gar nichts. Seitdem werden fast jährlich mehr oder weniger viele Bannwälder ausgewiesen.

Der Zeitraum seitdem keine Bewirtschaftung mehr erfolgt, ist auf das Leben eines Waldes gerechnet bei den allermeisten Bannwäldern also ausgesprochen gering. Das erklärt auch, warum sich in so manchem Bannwald der „Urwald“ Charakter noch nicht eingestellt hat und noch lange nicht einstellen wird.

Nach oben Die Fichte

Die ausgewiesenen Bannwälder befinden sich in einen mal mehr mal weniger naturfernen Zustand, und sie werden sich erst langsam in Richtung Naturnähe entwickeln. Interessant wird dabei zu sehen sein, welche Rolle die Fichte in diesem Prozess übernehmen wird.

Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt der Fichte ist der hochmontane Fichtenwald. Je nach Region beginnen die natürlichen Fichtenstandorte ab ca. 800 m NN an. Trotzdem finden wir die Fichte stark verbreitet außerhalb dieser Region. Was sind die Gründe dafür?
Im Mittelalter waren viele Flächen devastiert. Gebiete, die ursprünglich von Buchen und Tannenwälder bedeckt waren, waren durch menschliche Rodungsaktivitäten waldfrei geworden. In diese Gebiete konnte die Fichte auf natürlichen Weg einwandern. Sie weist dabei eine ganz andere Verjüngungsdynamik als Buchen und Tannen auf. Allerdings nahm sie aufgrund der weiter vorherrschenden intensiven Landnutzung durch den Menschen keine großflächigen Räume ein. Das änderte sich mit Beginn der regulären Forstwirtschaft. Zu Beginn der geregelten Forstwirtschaft war es notwendig, Pflanzen zu nehmen, die mit den stark gestörten Böden und den harten Bedingungen der Kahlfläche überhaupt zu Recht kommen konnten. Eine Baumart, die diesen Kriterien entsprach war die Fichte. Es wurden daher weite Flächen mit Fichte angebaut. Auch als die Böden sich im Laufe der Zeit erholten sprachen für die Fichte ihre hervorragenden Holzeigenschaften die einfache waldbauliche Behandlung. Die Fichte trat ihren Siegeszug an, so dass sie heute die dominierende Baumart in den deutschen Wäldern ist.

Die Fichte ist ein ausgesprochen konkurrenzstarker Baum, der sich auch außerhalb seines natürlichen Verbreitungsgebiets anderen Baumarten gegenüber behaupten kann. Sie nimmt heute im Verbreitungsgebiet der Tannen-Buchenwälder einen breiten Platz ein. Ihre Verjüngunsdynamik macht sie zunächst Buchen und Tannen gegenüber überlegen. Sie hat einen leichten Samen, mit dem sie vergleichsweise schnell Flächen besiedeln kann. Vor allen Dingen aber wächst sie in ihrer Jugend deutlich schneller als Buche oder Tanne und läßt beide Arten schnell hinter sich.
Unterschätzen darf man auch nicht den Einfluß, den das Rehwild auf die Verjüngung eines Waldes hat. Rehwild beißt jeder kleinen Tanne, die es findet, den Kopf ab, verschmäht aber die deutlich weniger schmeckende Fichte. In Gegenden mit hoher Wilddichte wie sie landauf - landab zu finden sind, hat die Tanne schlechte Chancen "aus dem Äser zu kommen", also so hoch zu wachsen, das die Gipfelknospe nicht mehr verbissen werden kann. Dadurch das die Fichte deutlich weniger vergbissgefährdet ist hat die Tanne neben ihrem ohnehin schon langsameren Wachstum einen weiteren Nachteil zu verkraften.

Auf der anderen Seite ist die Fichte außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsschwerpunkts stark gefährdet durch Borkenkäferkalamitäten. Junge Bestände werden gerne vom Kupferstecher, ältere vom Buchdrucker heimgesucht. Im natürlichen Verbreitungsgebiet der Fichte bilden die beide Käferarten meist nur eine Generation aus. In tiefer gelegenen Gebieten, die ein wärmeres Klima aufweisen, sind es aber bereits zwei Generationen. Bei günstigen Witterungsverhältnissen können es gar drei werden. In solchen Jahren stehen die Fichten quasi unter einer Art Dauerbeschuß.
Im Wirtschaftswald schaut der Förster in seinen Fichtenbeständen im Sommer immer ängstlich nach Anzeichen von befallenen Bäumen. Findet er welche, werden sie sofort gefällt, entrindet und ggf. das Reisig verbrannt. All diese Maßnahmen sollen verhindern, das es zu einer Massenvermehrung kommt, die ihn zwingen, massiv in den Bestand einzugreifen und Bäume vor Erreichen der Hiebsreife zu entnehmen. Im Bannwald unterbleibt dieser Schutz. Eine Borkenkäfermassenvermehrung würde nur dann verhindert, wenn Gefahr für die angrenzenden Wirtschaftswälder ausgeht. Eine nicht bekämpfte Borkenkäfermassenvermehrung kann zum Exitus ganzer Wälder führen.

Im Sturmwurfbannwald „Teufelsries“ im Mittleren Schwarzwald kam es in den Jahren nach dem Sturmwurf ebenfalls zu einer starken Vermehrung der Borkenkäfer, die zu weiteren Abgängen älterer Bäume führte. Hierbei gehen zwei Katastrophenszenarien Hand in Hand. Das umgefallene Holz ist für Borkenkäfer ein hervorragender Lebensraum. Folgt dann ein warmer Sommer, kann es zu einer Massenvermehrung kommen, der zunächst die noch stehenden infolge von Wurzelabrissen aber geschwächten Bäume zum Opfer fallen. Die gesunden und kräftigen Exemplare können sich zunächst noch wehren. Im Harz ertränken sie die Käfer, die versuchen, sich in die Rinde zur Eiablage einzubohren. Schließlich erliegen aber auch die gesunden Bäume den fortwährenden Attacken der Käfer.
Im Nationalpark Bayrischer Wald hat man die einmalige Möglichkeit auf mehreren tausend Hektar zu beobachten, wie sich ein vom Borkenkäfer völlig zerfressener Wald wieder verjüngt.

Fichtenbestände in der montanen Zone sind daher instabiler als es ein Tannen-Buchenwald wäre. Langfristig haben diese Baumarten deswegen gute Chancen sich nennenswerte Flächenanteile zurück zu erobern. Zwar wachsen beide Baumarten wie wir gesehen haben deutlich langsamer, allerdings verfügen Buche und Tanne über eine hohe Schattentoleranz. Insbesondere die Tanne kann jahrzehntelang unterdrückt im Schatten stehen, um dann ihre Chance bei Freiwerden eines Lichtkegels zu nutzen.
Es erscheint aber trotzdem kaum vorstellbar, dass in „absehbaren“ Zeiträumen, die Fichte aus diesen Flächen verschwinden wird.

Nach oben Totholz

In Bannwäldern kommt es regelmäßig zu einer deutlich höheren Anreicherung von Totholz als im Wirtschaftswald. Im Wirtschaftswald beläuft sich die Menge des Totholzes auf 5-10 Festmeter (1 m3 = 1 Festmeter) pro Hektar. So ergab die Bundeswaldinventur im Jahr 2002 in Baden-Württemberg (4) einen Durchschnittswert von 8,48 m3/ha Totholz in nicht von den beiden Jahrhundertstürmen beeinflussten Flächen.

Je nachdem in welcher Phase sich ein Naturwald befindet, findet man Totholzvorräte von bis zu 300 Festmetern pro Hektar. Dieser Maximalwert wird natürlich erst in der Zerfallsphase eines Bestandes erreicht, aber dazwischen sind durchaus Werte zwischen 50 - 200 Festmeter/ha möglich.
Es ist aber nicht nur die Menge des Totholzes, die im Wirtschaftswald deutlich geringer ausfällt, sondern auch die Struktur des Totholzes, die sich im natürlich wachsenden Wald deutlich vom Forst unterscheidet.

Auf Totholz spezialisierte Insektenarten haben unterschiedliche Ansprüche an Zersetzungsstadien, Holzart und Dimension des Totholzes. Gerade die Dimension spielt eine wichtige Rolle hat sie doch einen wesentlichen Einflusses auf Feuchtigkeit und Temperatur innerhalb des Holzkörpers und damit auf die Eignung als Habitat für eine Insektenart. Während liegendes, schwach dimensioniertes Holz im Wirtschaftswald schon mal eher vorkommt - beispielsweise als Reste einer Durchforstung - ist stark dimensioniertes Holz, sei es liegend oder stehend, im Wirtschaftswald „naturgemäß“ so gut wie gar nicht vorhanden. Schließlich soll der Rohstoff Holz ja auch verwertet werden. Ein umgefallener Baum wird daher aufgearbeitet, ein stehender toter Baum gefällt, denn nicht nur der Holzwert spielt eine Rolle, sondern auch die von einem toten Baum ausgehenden Gefahren für Besucher und Waldarbeiter.

Befindet sich ein Wald in der Altersphase so reichern sich kleinräumig größere Mengen Totholz an. Daraus ergibt sich für die totholzbewohnende Arten, die meist wenig mobil sind, ein weiterer Vorteil. Die Besiedlung von einem zum nächsten Habitat kann vergleisweise problemlos erfolgen. Im Wirtschaftswald ist es durchaus denkbar, das lokal Arten aussterben, weil die nächsten geeigneten Lebensräume schlicht zu weit weg sind, als das sie besiedelt werden könnten.
Legt man also den Schwerpunkt der Betrachtung auf die Arten, die ihren Lebensraum im und um Totholz finden, weist der Bannwald einen Artenreichtum auf, den der Wirtschaftswald nie erreichen kann.

Nach oben Prozessschutz versus Artenschutz

Für den Laien fast unverständlich sind Konflikte, die sich trotzdem mit dem Naturschutz ergeben können. Denkt man aber eine Weile darüber nach, dann liegen die Gründe schnell auf der Hand. Ein Bannwald ist ein sich selbst überlassener Wald. Er unterliegt einem Prozessschutz. Die Entwicklung von einer waldfreien Fläche über das Schlußwaldstadium hin zur Zerfallsphase wird an keiner Stelle unterbrochen. Im Zuge dieser Entwicklung ändert sich der Wald in seiner Zusammensetzung und Struktur. Habitate entstehen und verschwinden. Je nach Phase in der sich der Wald befindet finden andere Tier- und Pflanzenarten ihnen zusagende Lebensräume. Der Naturschutz betrachtet aber meist weniger die Natur in der solche Prozesse ablaufen. Er hat fast immer den Artenschutz im Blick. Das bedeutet häufig, dass ein Prozess an einer Stelle angehalten wird. Typisches Beispiel ist das Offenhalten von Landschaften wie den Wacholderheiden. So kann es sein, das der fortschreitende natürliche Prozess den Lebensraum einer schützenswerten und seltenen Art vernichtet.

Folgendes Beispiel soll die Problematik verdeutlichen, auch wenn es nicht aus diesem Konfliktfeld stammt:
Der Lebensraum des Schlangenadlers besteht aus lichten Wäldern in Kombination mit offener Landschaft. Bevor die geregelte Forstwirtschaft ihren Siegeszug in Mitteleuropa antrat, war dieser Vogel hierzulande durchaus zu beobachten. Je mehr die Wälder sich aber schlossen, je mehr freie Flächen aufgeforstet wurden, umso mehr wurde er seines Lebensraums beraubt. Dieser Vorgang hätte auch stattgefunden, wenn man der Natur ihren Lauf gelassen und die natürliche Sukzession zur Wiederbewaldung geführt hätte.

Nach oben Übersicht Bannwälder im Themengebiet

Region Name Fläche Ausweisungsjahr
Stromberg-Heuchelberg Sommerberg 45,55 ha 1970
Stromberg-Heuchelberg Kesselgraben 14,97 ha 1994
Schwäbisch-Fränkischer Wald Steinhäusle 21,7 ha 1970
Schwäbisch Fränkischer Wald Wieslaufschlucht 55,15 ha 1970
Biosphäregebiet Pferch 6,48 ha 1993
Biosphäregebiet Donntal 116,22 ha 1995
Biosphäregebiet Stöffelberg/Pfullinger Berg 133,37 ha 1999
Biosphäregebiet Pfannenberg 13,76 ha 1986
Biosphäregebiet Nägelesfelsen 13,38 ha 1924
Biosphäregebiet Rabensteig 168,17 ha 1970
Schwarzwald Mitte/Nord Altlochkar-Rotwasser 105,37 ha 2000
Schwarzwald Mitte/Nord Bärlochkar 102,42 ha 1997
Schwarzwald Mitte/Nord Battert 72,92 ha 2002
Schwarzwald Mitte/Nord Birkenkopf 30,26 ha 1992
Schwarzwald Mitte/Nord Burghard 88,51 ha 2003
Schwarzwald Mitte/Nord Eiberg 96,45 ha 1997
Schwarzwald Mitte/Nord Grosse Tannen 15,34 ha 1989
Schwarzwald Mitte/Nord Hoher Ochsenkopf-Nõgeliskopf 98,42 ha 1970
Schwarzwald Mitte/Nord Klebwald 79,99 ha 1998
Schwarzwald Mitte/Nord Maienberg 121,41 ha 2001
Schwarzwald Mitte/Nord Ofenberg 59,29 ha 2003
Schwarzwald Mitte/Nord Sägberghang 53,73 ha 1998
Schwarzwald Mitte/Nord Schnepfenmoos 41,96 ha 1999
Schwarzwald Mitte/Nord Siedigkopf 97,45 ha 2003
Schwarzwald Mitte/Nord Stürmlesloch 101,1 ha 1998
Schwarzwald Mitte/Nord Teufelsries 39,34 ha 1992
Schwarzwald Mitte/Nord Waldmoor-Torfstich 65,49 ha 1927
Schwarzwald Mitte/Nord Wilder See-Hornisgrinde 150,82 ha 1911
Schwarzwald Mitte/Nord Wildseemoor 279,31 ha 1928
Schwarzwald Mitte/Nord Zimmeracker 111,89 ha 1992

Stand: 2009

Nach oben Landeswaldgesetz - § 32 Waldschutzgebiete


Das Landeswaldgesetz definiert im § 32 (5) folgendes:

(1) Wald kann mit Zustimmung des Waldbesitzers durch Rechtsverordnung der höheren Forstbehörde zum Waldschutzgebiet (Bannwald oder Schonwald) erklärt werden, wenn es zur Sicherung der ungestörten natürlichen Entwicklung einer Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder zur Erhaltung oder Erneuerung einer bestimmten Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder eines bestimmten Bestandsaufbaus geboten erscheint, forstliche Maßnahmen zu unterlassen oder durchzuführen. […]

(2) Bannwald ist ein sich selbst überlassenes Waldreservat. Pflegemaßnahmen sind nicht erlaubt; anfallendes Holz darf nicht entnommen werden. Die Forstbehörde kann Bekämpfungsmaßnahmen zulassen oder anordnen, wenn Forstschädlinge oder Naturereignisse angrenzende Wälder erheblich gefährden. […]

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Der Wald im Süd-Westen
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Nach oben (3) www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de - Auswahl von Bannwäldern >>> Zuletzt besucht: 02.03.2010
Nach oben (4) www.fva-bw.de - Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2 >>> Zuletzt besucht: 02.03.2010
Nach oben (5) www.landesrecht-bw.de - Landeswaldgesetz >>> Zuletzt besucht: 04.03.2010

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