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Schouml;ner Südwesten

letzte Aktualisierung: 15.02.2010

Besonders geschützte Biotope


Inhalt

Nach oben Besonders geschützte Biotope

Es gibt verschiedene gesetzliche Grundlagen, die den Schutz der Landschaft bestimmen. Neben Naturschutzgebieten oder Naturdenkmalen, die explizit durch einen Verwaltungsvorgang ausgewiesen werden müssen, gibt es definierte Biotoptypen, die per se, also quasi Kraft Existenz, geschützt sind.
Der Schutz umfasst nach § 32 Absatz 2 Landesnaturschutzgesetz:

Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung der besonders geschützten Biotope führen können, sind verboten.

In Baden-Württemberg regelt neben § 32 Naturschutzgesetz (1) der § 30a (2) Landeswaldgesetz welche Biotoptypen als besonders geschützt gelten.

Nach oben Biotopkartierung

Zwingende Voraussetzung, um diese Biotope schützen zu können, ist die Kenntnis ihrer Lage. Damit die Biotope amtlicherseits festgestellt werden konnten, wurde eine Biotopkartierung durchgeführt bei der das ganze Land anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs begutachtet wurde. Die gefundenen Biotope wurden dabei mehr oder weniger lagegenau kartiert. Verantwortlich für die Kartierung waren bzw. sind die Forstverwaltung und die Naturschutzverwaltung. Während die Landesforstverwaltung für das Erfassen der Waldbiotope zuständig war, übernahm die Naturschutzverwaltung die Erarbeitung in der freien Landschaft. Aus diesen Bemühungen entstand ein Kartenwerk, das man auf der Webseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, Baden Württemberg (LUBW) (3) einsehen kann.

Die Biotopkartierung ist damit wichtige Grundlage für die Berücksichtigung des Biotopschutzes bei raumrelevanten Maßnahmen, Maßnahmen des Biotopverbunds oder für die Überwachung gefährdeter Biotope. Natürlich sind auch heute noch Eingriffe in solch geschützte Biotope möglich, doch bedürfen sie der Genehmigung.

Nach oben Biotoptypen

Nicht jedes Biotop ist gleichzeitig auch ein geschütztes Biotop. Im Anhang zum Naturschutzgesetz sind Kenn- und Trennarten sowie weitere Kriterien gelistet nach denen die Einordnung erfolgte. Das Vorhandensein einer einzelnen Art aus dieser Liste rechtfertigt dabei noch nicht die Aufnahme als besonders geschütztes Biotop. Vielmehr muss eine gewisse Anzahl bzw. Kombination von Arten vorliegen, damit eine Aufnahme in das Kartenwerk erfolgte. Die Flächengröße fließt ebenfalls als Kriterium mit ein.

Nach § 30 a Landeswaldgesetz sind folgende Biotoptypen besonders geschützt:

  • Naturnahe Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder
  • Regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften
  • Tobel und Klingen im Wald mit naturnaher Begleitvegetation
  • Kare und Toteislöcher im Wald mit naturnaher Begleitvegetation
  • Wälder als Reste historischer Bewirtschaftungsformen mit naturnaher Begleitvegetation
  • Strukturreiche Waldränder

§ 32 des Naturschutzgesetzes nennt die folgenden Biotoptypen:

Feuchte – nasse Lebensräume

  • Moore
  • Sümpfe
  • Naturnahe Bruchwälder, Sumpfwälder und Auwälder
  • Streuwiesen, Röhrichtbestände und Riede, Seggen- und binsenreiche Nasswiesen
  • Quellbereiche
  • Natürliche und naturnahe Bereiche fließender Binnengewässer
  • Altarme fließender Gewässer
  • Natürliche und naturnahe Bereiche stehender Binnengewässer
  • Regelmäßig überschwemmte Bereiche

Trockene Lebensräume

  • Offene Binnendünen
  • Zwergstrauch- und Ginsterheiden
  • Wacholderheiden
  • Trockenrasen
  • Magerrasen
  • Gebüsche und naturnahe Wälder trockenwarmer Standorte
  • Krummholzgebüsche

Geomorphologische Strukturen

  • Offene Felsbildungen
  • Offene natürliche Block- Schutt- und Geröllhalden
  • Lehm- und Lösswände
  • Höhlen
  • Dolinen

Sonstige Strukturen

Für den naturinteressierten Wanderer stellt die Biotopkartierung eine spannende Informationsquelle dar, insbesondere wenn man bestimmte Regionen zum ersten Mal besuchen und sich vorab genauer informieren möchte.

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Biotope im Süd-Westen
Biotope
Magerrasen



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Nach oben (2) www.landesrecht-bw.de - Landeswaldgesetz >>> Zuletzt besucht: 10.03.2010
Nach oben (3) www.lubw.de - Daten- und Kartendienst der LUBW >>> Zuletzt besucht: 10.03.2010

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